Natur-Schlosspark

Ein Spaziergang durch längst vergangene Zeiten

Im weitläufigen Natur-Schlosspark sind nicht nur uralte, eindrucksvolle Bäume oder der idyllische Bade-Pavillon am „Pool“ von Erzherzog Carl Ludwig zu sehen, sondern auch die Ansätze der Parklandschaften von Kaiser Franz I., Erzherzog Carl Ludwig sowie Erzherzog Franz Ferdinand und vieles mehr. Von Mai bis Juli präsentieren sich darüber hinaus die über 1000 Pfingstrosen in ihrer voll erblühten Pracht. Besonders sehenswert ist die nach geomantischen Richtlinien angelegte Kastanien-Allee oder der frühere terrassenförmig angelegte Rosengarten mit seinen zwei „Spuck-Männern".

Der Natur-Schlosspark kann eigenständig oder mit Führung erkundet werden.

Die Natur-Schlosspark-Führungen finden jeweils Samstag und Sonntag um 16 Uhr statt. 

Achtung: Anmeldung notwendig!

 

Für Gruppen ab 20 Personen sind Termine gegen Voranmeldung jederzeit möglich!

 

Anmeldung für Einzelbesucher und Gruppen unter 07413/8006 oder museum@schloss-artstetten.at

Geschichte des Natur-Schlossparks

Der Natur-Schlosspark von Artstetten gilt als einer der wichtigsten historistischen Parks Österreichs und findet sich daher auf der Liste jener 56 im Bundesdenkmalschutz-Gesetz angeführten historischen Garten- und Parkanlagen Österreichs, die als höchst schützenswert gelten.

 

Aus der Frühzeit des Parks ist nichts Näheres über den Garten bekannt, erst mit Übernahme der Anlage durch den „Blumen“-Kaiser Franz I. im Jahr 1823 wird er genauer dokumentiert. Kaiser Franz bzw. seine Frau Carolina Augusta ist bis heute hier präsent. Unter Erzherzog Carl Ludwig wird ab 1861 ein Gartenplan zur landschaftlichen Umgestaltung erstellt, der im Wesentlichen umgesetzt und im Kern bis heute erhalten ist. Die großräumige Gliederung, die Errichtung von Wegen und auch die nach geomantischen Richtlinien angelegte Kastanien-Allee mit den 2 Springbrunnen, an deren Wiederinstandsetzung gearbeitet wird, gehen nachweislich auf ihn zurück. Auch einer der "Spuckmänner" wurde von Erzherzog Carl Ludwig in Auftrag gegeben.

 

Schließlich übernimmt Erzherzog Franz Ferdinand 1889 die Anlage und baut sie als Sommer- und Wochenendsitz bis zum Attentat auf ihn (Sarajewo 1914) aus  mit repräsentativer Vorfahrt und Automobilstraße, Garage, sonstigen Zubauten und Gartenerweiterung im Nord-Osten. Der Gartenarchitekt Jiri Molnar entwarf nach Erzherzog Franz Ferdinands Vorstellungen einen formalen Gartenteil westlich des Schlosses und ergänzte den Park mit bis heute erhaltenen Gehölzpflanzungen.